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Welches Wasserflugzeug eignet sich für den Einstieg?

Welches Wasserflugzeug eignet sich für den Einstieg?

Lindinger, 08.07.2015

Viele Leute zieht es im Sommer an den See. Wer kennt es nicht, wenn einem bei einem Eis am Stiel der Gedanke kommt, ein Wasserflugzeug über den See flitzen zu lassen?
Oft stellt sich dann die Frage, welches Modell für einen selbst geeignet wäre, da man nur wenig oder keine Erfahrungen mit dem Fliegen hat.
Hier möchten wir in diesem Beitrag etwas Hilfestellung geben und vor allem wichtige Fragen schon vor dem Kauf eines Modells klären.

Beaver Wasserflugzeug

Der richtige Ort

Entgegen vieler Meinungen eignen sich am besten Badeseen, welche immer gut besucht sind. 

Die Zeit spielt jedoch eine wichtige Rolle, da hier natürlich nicht geflogen werden kann, solange Menschen im Wasser sind.
In den Abend- oder Morgenstunden, in denen nur wenige bis keine Badegäste am See sind, kann man sich meist voll entfalten.
Ruhige Teiche oder Seen mit wenigen Besuchern sollten jedoch genau geprüft werden, da hier die Gefahr sehr hoch ist, brütende Vögel oder seltene Tiere zu stören. Naturschutzgebiete sind daher für Modelle mit Verbrennungsmotor oftmals tabu.
Im Zweifelsfall sollte man unbedingt nachfragen, ob es gestattet ist, mit einem Wasserflugzeug über den See zu gleiten.

Tidewater Wasserflugzeug

Das richtige Modell

Auswahl gibt es genug – vom Funman von Multiplex bis zum 1,5m Mentor des gleichen Herstellers wird der Anfänger schon sehr gut bedient. 

Zwei-motorige Modelle gibt es beispielsweise mit der G-44 Widgeon von Great Planes, wobei diese zwar wunderschön, jedoch nicht unbedingt für Anfänger geeignet ist.

 

Hier Finden Sie eine Auswahl an Modellen direkt:

Funman Multiplex : http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=9703404
Beaver T2M: http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=9708299

Icon A5 Parkzone: https://www.lindinger.at/at/?sViewport=detail&sArticle=9706786

Für Modellbauer

Seawind Great Planes: http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=9709337
G-44 Widgeon Great Planes: http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=95597

 

Zusammenbau und einstellen des Modells

Die meisten Anfängermodelle kommen so gut wie fertig an und müssen meist nur noch zusammengesteckt und verklebt werden.
Jedoch gibt es auch hier Stolperfallen, welche von vielen oft nicht bedacht werden.

Eine wichtige Rolle spielt der richtige Kleber.
Man sollte Seitenruder und Rumpfteile oder Teile mit starker Belastung mit 2-Komponentenharz kleben.
Hierfür eignet sich das R&G 10-min Epoxy (http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=68172)
oder auch der Uhu Por (http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=10900),
sowie das Belizell (http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=9712239). 

Normaler Styropor-Sekundenkleber wird brüchig und hält nicht gut genug, weshalb dieser nicht zu empfehlen ist. Beim Zusammenbau sollte man vor dem Verkleben die Servos auf Ihre Funktion überprüfen und diese in die 0 Position stellen, dies spart oftmals sehr viel Zeit. Ein kurzer Blick auf eventuelle Löcher im Rumpf oder nicht vollständig verklebte Fenster kann auch nicht schaden, da diese später meist nur schlecht erreichbar sind.

 Beaver T2M

Sorgen Sie dafür, dass die Elektronik trocken bleibt. Hierfür eignet sich ein Luftballon am besten.
Der Empfänger wird einfach dort hinein gesteckt und mit einem Kabelbinder gesichert.
Achten Sie darauf, dass dieser nicht zu eng befestigt wird, um die Kabel nicht zu beschädigen.
Sollte das Modell einmal mit der Nase unter Wasser sein, geben Sie bitte keinesfalls Gas.
Im Normalfall kann dann der Elektronik nichts passieren.
Einzig bei Salzwasser sollte man den Motor ausspülen und mit etwas Öl wie Neoval
(http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=18678) einsprühen um ein Rosten der Metallteile zu verhindern.

Steht das Modell dann fertig da, sollte man den Schwerpunkt überprüfen.
Meist findet sich hier eine Angabe in der Bedienungsanleitung.
Diese kann man mit einem Finger unter jeder Tragfläche einfach und schnell überprüfen.
Mit dem verändern der Position des Akkus kann der Schwerpunkt dann beliebig nach vorn oder hinten korrigiert werden.
Sollte dies nicht möglich sein, könnte man auch mit kleinen Gewichten etwas nachhelfen.
Eine Schraube, oder ein kleiner Nagel im Seitenruder bzw. der Tragfläche wirken hier schon Wunder.

 

Der erste Flug

Vor dem Flug gilt es noch ein paar Dinge zu wissen.
Wasser klebt und bremst, anders als auf einer Straße oder einer Wiese braucht es hier nicht nur Luft unter den Flächen, sondern vor allem Luft unter den Schwimmern. Sind die Verhältnisse nicht optimal (was bei Fertigmodellen oft der Fall ist), dann braucht das Modell oft einen kleinen Schubs aus dem Wasser. Wer hier jedoch zu stark am Höhenruder zieht, riskiert einen Strömungsabriss.

Es gilt daher, das Modell auf Geschwindigkeit zu bringen und mit einem Ruck am Höhenruder
das Modell nur kurz aus dem Wasser zu schubsen. Dies kann später beliebig nachgearbeitet werden, falls nötig.
Oft hilft ein kurzer Flug von 10-20 Metern, sich heran zu tasten. Bei der Landung achten Sie bitte auf die Geschwindigkeit. 

Seawind

Zu langsame Landungen machen das Modell instabil und durch die Bremswirkung des Wassers, kann dies zum Kippen des Modells führen.
Daher lieber etwas schneller zum Landeanflug ansetzen und erst kurz vor der Wasseroberfläche ausgleiten lassen.
Die Sonne geht fast unter, das Modell ist richtig eingestellt, alle Ruder funktionieren und laufen auch in die richtige Richtung, der Akku ist voll aufgeladen und so langsam kribbelt es in den Fingern und etwas Angst macht sich breit. Doch das Wasser ist ruhig und das Modell aus Styropor, es kann daher nichts schief gehen. 

Suchen Sie sich eine geeignete Stelle mit guter Sicht und viel Auslauf. Ist eine Stelle gefunden,
gönnen Sie sich einen Moment ruhe und setzen Sie sich noch kurz.
Beim Blick übers Wasser werden Sie merken, wie sich die Anspannung etwas legt.
Sie können sich jetzt die Landebahn gedanklich so zurechtlegen, wie Sie es möchten.
60 Meter sollten jedoch mindestens in einer Linie überschaubar sein.

Den Akku angesteckt, die Steuerung in der Hand lassen Sie das Modell langsam übers Wasser gleiten bis zum gedachten Startpunkt.
Doch bedenken Sie nochmals, nur langsam und ruhig zu steuern. Geben Sie dreiviertel Gas und warten Sie, wie das Modell reagiert.
Läuft das Modell gerade können Sie vorsichtig bis auf Vollgas beschleunigen und das Modell kurz an schubsen.
In der Luft halten Sie das Modell gerade und nehmen das Gas wieder zurück,
bevor Sie das Modell ruhig und mit etwas Geschwindigkeit wieder aufs Wasser setzen.

Sie wissen jetzt, dass Ihr Modell fliegt und wie es reagiert.
Kehren Sie zurück zum Startpunkt und machen Sie sich bereit für eine kleine Runde.
Wieder langsam auf Geschwindigkeit gebracht, schupsen Sie das Modell vorsichtig aus dem Wasser.
Dreiviertel Gas, leicht einlenken und das Flugzeug einfach fliegen lassen. Steuern Sie vorsichtig und ruhig. Nach einer oder zwei kurzen Runden setzen Sie wieder zum Ladeanflug an und achten darauf, nicht zu langsam zu landen. 

Wieder zurück auf dem Wasser, kehren Sie zum Anlegeplatz zurück und prüfen Sie das Modell auf Beschädigungen – vor allem an den Schwimmern.
Ist alles in Ordnung und es wackelt auch nichts, steht weiteren Flügen nichts mehr im Weg!

Sie können jetzt die Spannung des Akkus mit einem LiPo Prüfgerät testen und selbst entscheiden,
ob der Akku gewechselt werden muss, oder noch ein Flug möglich ist.
Diese Geräte haben sich bei uns bewährt:
Akkutester Digital V2 MBL: http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=9705832
Battery Analyzer Digital Potenza: https://www.lindinger.at/at/?sViewport=detail&sArticle=9714178

Für weitere Fragen steht Ihnen das Lindinger Team gern zur Seite, damit dem Flugerlebnis auch nichts im Wege steht.


Wasserflugzeug